Jedes Unternehmen braucht einen Gärtner - Andrea Petzke | Coaching und Begleitung in Essen
Was eine Vitaminkur für den physischen Körper ist, ist eine Chakren Harmonisierung für den Energiekörper. Die Chakrenlehre lässt einen ganzheitlicheren Blick auf Ihr körperliches, geistiges und emotionales Befinden zu und hilft, gerade in sehr schwierigen Situationen, Sie wieder in Balance zu bringen.
Chakralehre, Chakrenlehre, Chakraheilung, Chakrenheilung, Chakra, Chakren, Chakra Harmonisierung, Chakren Harmonisierung, Chakrenarbeit
951
post-template-default,single,single-post,postid-951,single-format-standard,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-title-hidden,paspartu_enabled,qode-content-sidebar-responsive,qode-theme-ver-11.2,qode-theme-bridge,wpb-js-composer js-comp-ver-5.2.1,vc_responsive
Teaser Führung | Andrea Petzke | Coaching & Begleitung in Essen | Persönliches Coaching | Systemisches Coaching | Führungskräfte Coaching | Energiearbeit

Jedes Unternehmen braucht einen Gärtner

In Diskussionen rund um das Thema „Agile Teams“, „Empowered Teams“, „Sich selbst organisierende Teams“ höre ich oft die Frage, ob es denn dann überhaupt noch einen Chef braucht. Was passiert mit dem Chef, wenn sich das Team, die Abteilung selbst organisiert? Ist er überflüssig? Kann er gehen? Wird er zum Teammitglied und somit wohl möglich degradiert?

Nun, um diese unternehmerischen Dynamiken verständlicher zu machen, suchte ich nach Modellen aus der Natur, in denen es um Gemeinschaft, gemeinschaftliche Erträge, gemeinsames Wachsen, am richtigen Platz sein, gut versorgt sein und gegenseitige Unterstützung geht.

Ich musste nicht lang suchen, da bin ich auf ein mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnetem Konzept gestoßen, das die Landwirtschaft nach dem Vorbild natürlicher Ökosysteme gestaltet: Die Permakultur.

Ich fange an zu lesen und bin hin und weg von den Ähnlichkeiten:

„Ziel einer permakulturellen Planung ist die Erhaltung und schrittweise Optimierung, um ein sich selbst regulierendes System zu schaffen, das höchstens minimaler Eingriffe bedarf, um dauerhaft in einem dynamischen Gleichgewicht zu bleiben.“

Hey, das wünschen wir uns doch im beruflichen Umfeld auch!

„Dabei stehen sich die Befriedigung kurzfristiger Bedürfnisse und die nachfolgender Generationen gleichwertig gegenüber.“

Ja, mein Arbeitsplatz und das, was ich dort tue sollte auch übermorgen noch von Wert sein sein!

„Das System soll stets produktiv und anpassbar bleiben.“

Wünscht sich das nicht jeder Unternehmer? Ich bin total begeistert von den bedeutungsdichten Parallelen und lese aufmerksam weiter:

„Permakultursysteme zeigen, wie sich Einzelne und Gemeinschaften mit einem geringen Ressourcen-, Platz- und Zeitaufwand und einem Verständnis für natürliche Kreisläufe weitgehend selbst versorgen können. Permakultur-Projekte nutzen dabei u. a. die Speicherung von Regenwasser und Sonnenenergie, verwenden sie effizient, verbessern die Bodenfruchtbarkeit und praktizieren eine naturnahe Abfallvermeidung, bei der der Output des einen Systemelements als Input für die anderen genutzt wird.“

Genau darum geht es doch auch im Unternehmen: Ressourcen und somit Kosten sparend, das, was da ist, optimal nutzen. Das produzieren, was andere wirklich brauchen. Ein echter Wunsch an jeder Schnittstelle, oder?

Ich verschlinge die nächsten Seiten und lerne: Im Kern ist Permakultur:

  • Nachhaltige Optimierung statt kurzfristiger Maximierung
  • Optimieren statt Maximieren
  • Kooperation statt Konkurrenz

Und was hat das nun mit Führung zu tun?

Permakultur Gestalter schaffen mit ihren Entwürfen und ihrer beratenden Begleitung hilfreiche Rahmenbedingungen für Selbstorganisation in Kulturlandschaften. Die Menschen, die Gestaltungsvorschläge umsetzen, müssen in die Lage versetzt werden, diese mit Verständnis, Wissen und Tatkraft umzusetzen und durch Pflegenutzung weiterzuentwickeln.

Was neue, innovative Unternehmen brauchen sind also Führungskräfte im Sinne von Permakultur Gestalter oder Permakultur Gärtner, die hilfreiche Rahmenbedingungen für Selbstorganisation und gemeinsame Verantwortung schaffen.

Sie achten darauf, …

  • dass jeder Mitarbeiter entsprechend seiner Präferenzen und Fähigkeiten am richtigen Arbeitsplatz sitzt => denn jede Pflanze braucht ihren richtigen Standort.
  • dass genug Freiraum da ist, in dem kreative Ideen und Lösungen entwickelt werden können => denn stehen die Pflanzen zu eng, ersticken sie.
  • dass Teamgeist geweckt wird, der ein Miteinander inspiriert, dass gegenseitige Unterstützung ein Selbstverständnis ist und Feedback, Austausch und Kommunikation wirkungsvoll geübt wird => denn durch die richtige Kombination, unterstützen sich unterschiedliche Nachbargewächs gegenseitig und gedeihen dadurch besser als in einer Monokultur.
  • jeder Mitarbeiter mit all dem ausgestattet ist, was er benötigt, um gute Arbeit zu leisten => ohne Wasser, Sonne, Dünger gibt es auch keine reiche Ernte!
  • Mitarbeiter befähigen => die Pflanze hat ein natürliches Verständnis seiner selbst. Also, einfach mal wachsen lassen 😉

Inspiriert, aber auch nachdenklich schaue ich mich in meinem Garten um ….einfach wunderbar, diese passenden Vergleiche! Letztendlich brauchen wir tatsächlich Führungskräfte mit Gärtnerqualitäten in den neuen Unternehmen. Führungskräfte, denen die eigene Mannschaft und jeder Einzelne darin am Herzen liegt. Führungskräfte, die ihre Mitarbeiter befähigen und das Beste in ihnen zulassen und fördern, die an ihre Mitarbeiter glauben und ihnen vertrauen. Führungskräfte, die nicht nur zum Wohl der eigenen Karriereleiter agieren, sondern zum Wohl des gesamten Teams, des gesamten Unternehmens und der gemeinsamen Werte wirken. So können Produktivität und Effizienz, aber auch Gesundheit und Freude am Tun, so wie Wachstum nachhaltig Einzug nehmen.

Auch hier ist die Natur wieder einmal das beste Vorbild. Wir müssen nur hinschauen und uns wieder als Teil der Natur begreifen statt  alte Machtstrukturen auf Biegen und Brechen aufrecht zu erhalten. Wir sollten verinnerlichen, dass es darum geht, einander wertzuschätzen, einander zuzuhören, einander in der Erreichung unserer Ziele zu unterstützen. Wenn wir unser Wissen nicht mehr bunkern, sondern es freizügig teilen, dann erst beginnt ein natürliches Miteinander mit wenig Reibungs- und Ressourcenverlust, das sich wirtschaftlich und menschlich rechnet.

Im Miteinander und Füreinander liegt also die Kraft! Denn wie sagte Johan Wolfgang von Goethe doch so schön?

“Wie fruchtbar ist der kleinste Kreis, wenn man ihn wohl zu pflegen weiß.”
Johan Wolfgang von Goethe

In dem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen Mut und Tatkraft zum Neuen!